Heinrichser Rathausdialog Ingrid Ehrhardt und Karin Müller

Veröffentlicht am 15.09.2013 in Stadtrat

Heinrichser Rathausdialog zur Einweihung und Eröffnung der Volkshochschule am 02.09.2013, vorgetragen von Ingrid Ehrhardt und Karin Müller in historischen Kostümen
Ingrid: Gegrüßet seiet Ihr, die hohen Herren.
Karin: Gegrüßet seiet auch Ihr Weiberleut
und Alle der Zunft, die dieses Rathaus zu Heinrichs im Glanze wieder erbaut.
Ingrid: Gewiss fragt Ihr Euch, wer sind diese zwei Gouvernanten?
Wir lassen euch wissen, es sind keine alten reichen Tanten.
Karin: Wir gehören zur Kaste derer mit dem
rollenden „R“, vom fernen Franken kommen wir her
Ingrid: dorthin will Euer umtriebeliger Suhler Herrscher Euch verkaufen.
Doch seied auf der Hut, die Dukaten liegen dort auch nicht auf großen Haufen.
Karin: Wir haben es an Leib und Leben zu spüren bekommen
als unser geliebter Herzog Casimir von Sachsen-Coburg anno 1633 von Gott zu sich genommen
Ingrid: Entlassen wurden wir zwei klugen Damen
aus dem Hofdienst der Coburger Veste mit einem leichten Amen.
Karin: Dabei haben wir dem Herrscher Casimir so manchen guten Rat erteilet
Ingrid Coburgs Gymnasium mit Casimirs Namen durch uns – bis heut an seinem Platze verweilet.
Karin: Oh ja, wie gerne hätten wir im Casimirianum unser Wissen vermittelt.
Doch Weibervolk war dort nicht geduldet, das hat uns sehr verbittert.

Ingrid: So mussten wir mit 3 Golddukaten unsterblich von dannen gehn
Und uns im Lande nach anderen Diensten umsehn
Karin. Nun hörten wir die Kunde, dass euch Suhlern nach Franken gelüstet
und eine Bildungsanstalt fürs gemeine Volk, zur Eröffnung rüstet.
Ingrid:Mit letzten Kreuzern machten wir uns auf den Weg, kamen vorbei an Burgen und Schlössern,
heut trafen wir – welch ein Glück – einen edlen Menschen vom Linsenhofe mit seinen Rössern.

Karin Hier stehn wir nun..und erbitten als gelehrte Damen
eine Festanstellung an dieser feinen Schule in des Volkes Namen
Ingrid Unsere Fähigkeiten sind von Brillanz. Ich verstehe mich bestens auf geschliffene Worte und aufs Fabulieren,
meine treue Begleitung aufs Politisieren und die höhere Verteilungsdiplomatie
Karin: Das Volk würden wir unter die Fittiche nehmen und ihm tun das Gute,
aber der große städtische Rat und die Diener des Rathauses kämen bei uns nach fränkischem Brauch unter die Knute.
Ingrid Zucht und Ordnung, Gehorsam und Demut, wohl auch die Kultur des Streitens,
würden wir dem wilden StadtratsHaufen beibringen beizeitens.
Karin Wir würden keine Mühe scheuen, um auch die widerständigsten Bürschlein in den Zaum zu legen.
Ingrid Den Scholz von Heinrichs würden wir täglich zwei Stunden in seiner teuren Ratsstube ins Gebet nehmen.
Buße muss er tun in seiner neuen feinen Kammer,
denn die dafür zusätzlich verbrauchten 40.000 Dukaten sind ein Jammer.
Karin: Da wären die paar Kreuzer für Kost, Logis und
unsere Dienste für des Volkes Bildung leicht aufzubringen
Und nach fränkischer Art dürfte das in Suhl doch gelingen
Ingrid: Herrscher Triebel - Ihr solltet jetzt nicht zögerlich sein,
nehmt uns in den öffentlichen Tarif auf Lebenszeit rein.

Beide
Gesaget sei Euch aber allemal –
Eure Millionen von EON-Dukaten, nicht an die Franken sondern an die Suhler bezahl!!!

 

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