Freies Wort Sommer-Interview mit Stephan Nagel

Veröffentlicht am 01.09.2018 in Allgemein

Herr Nagel, die Sommerpause ist fast vorbei. Wie haben Sie diese verbracht?

Ich war mit meiner Frau im Urlaub im Stubaital. Eine Woche haben wir zu Hause verbracht und uns die Umgebung angesehen, wofür sonst einfach die Zeit fehlt. Denn im Alltag sind die Wochenenden meist verplant. Jetzt beginnt langsam wieder der Alltagsstress. Die Fraktionssitzungen und Ausschusssitzungen gehen wieder los. Vor allem habe ich mich vom Wahlkampf-Stress erholt. Diese Zeit ist doch etwas anderes als nur die reine Stadtratstätigkeit. Da liegen die Anforderungen ein ganzes Stück höher.

Herr Nagel, die Sommerpause ist fast vorbei. Wie haben Sie diese verbracht?

Ich war mit meiner Frau im Urlaub im Stubaital. Eine Woche haben wir zu Hause verbracht und uns die Umgebung angesehen, wofür sonst einfach die Zeit fehlt. Denn im Alltag sind die Wochenenden meist verplant. Jetzt beginnt langsam wieder der Alltagsstress. Die Fraktionssitzungen und Ausschusssitzungen gehen wieder los. Vor allem habe ich mich vom Wahlkampf-Stress erholt. Diese Zeit ist doch etwas anderes als nur die reine Stadtratstätigkeit. Da liegen die Anforderungen ein ganzes Stück höher.

 

Wie sind Sie persönlich mit der Wahlniederlage umgegangen?

Ein bisschen enttäuscht waren wir bei der Suhler SPD schon. Wir hatten den Anspruch, einen eigenen Kandidaten zu stellen. Die Suhler haben anders gewählt und nicht anerkannt, was wir in der Fraktion und in der Kommunalpolitik geleistet haben. Ich habe es probiert und es war eine schöne Erfahrung. Wer hinfällt, steht wieder auf, lautet mein Motto.

 

Es war eines der schlechtesten Ergebnisse für einen SPD-Kandidaten. Wie stehen Sie dazu?

Das ist richtig. Es war nicht das, was wir in den Gesprächen und Terminen als Feedback von den Suhlern erhalten haben. Da hatte ich mit mehr Prozenten gerechnet. Aber es war vom Bürger nicht gewollt. Es hätten mehr Stimmen sein können und für mich war das enttäuschend. Aber der Wähler hat entschieden und das akzeptieren wir. Ich bin immer noch der Meinung, dass wir mit guten Themen, wie dem Gehwegprogramm und dem öffentlichen Personennahverkehr, in den Wahlkampf gegangen sind. Es war ein engagierter Wahlkampf und wo wir Potenzial gesehen haben, sind wir mit unseren Themen angetreten.

 

Welches Ihrer Wahlkampfthemen werden Sie weiter verfolgen?

Nach der Sommerpause werden wir uns gemeinsam mit der Fraktion unser Wahlprogramm erarbeiten. Dazu wird gehören, dass wir versuchen wollen, eine Bürgersprechstunde einzurichten. Die soll nicht immer am gleichen Tag und Ort stattfinden. Die Jugend werden wir im Fokus haben, denn sie ist unser wichtigstes Gut. Dazu gehört, dass wir junge Menschen und junge Familien nach Suhl holen. Deswegen müssen die Stadt als Wirtschaftsstandort und auch das Handwerk vor Ort gestärkt werden. Die Ansiedlung einer höheren Bildungseinrichtung, auch wenn es keine Universität oder Fachhochschule sein wird, bleibt wichtiges Thema.

 

Zum Stichwort junge Familien hat André Knapp im Wahlkampf mit einem Kita-Neubau geworben. Wie steht die SPD dazu?

Suhl hält ausreichend Kindergartenplätze vor und das soll auch weiterhin so bleiben. Aber einen Neubau brauchen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

 

Wo sehen Sie thematische Schnittstellen mit dem neuen Oberbürgermeister von der CDU?

Wir werden mit André Knapp zusammenarbeiten und ihn unterstützen. Wir werden aber auch bei Meinungsunterschieden Kompromisse finden, die im Interesse der Stadt und der Bürger liegen. Das ist unsere Aufgabe. Wir werden ihn bei der Zusammenarbeit mit Zella-Mehlis unterstützen. Das war auch mir im Wahlkampf wichtig. Die beiden Städte müssen zusammenarbeiten. Es trennt sie nur eine Landkreisgrenze und ein Ortsschild.

 

In Sachen Gebietsreform hat es heftige Diskussionen gegeben. Wie sehen Sie Suhls Zukunft?

Wir als SPD stellen uns nicht in den Weg, wenn es darum geht, dass Suhl die Kreisfreiheit aufgeben sollte. Ich habe im Wahlkampf immer offen gesagt, dass früher oder später darüber nachgedacht werden muss. Aber ich habe auch gesagt, wenn das passiert, dann soll Suhl als große kreisangehörige Stadt fungieren und diverse Behörden und Einrichtungen müssen in der Stadt bleiben. Seitens des Landes, gemeinsam mit der Stadt müssen dann Vorschläge erarbeitet werden, wie das funktionieren könnte und welche Einrichtungen dann von wem finanziert werden. Wir sollten möglichst viele in Suhl behalten, um die Arbeitsplätze zu sichern. Ziel einer Gebietsreform sollte es sein, dass wir den Haushaltsausgleich aus eigener Kraft schaffen. Suhl sollte nicht immer erst nach Geld fragen müssen, sondern eigene Entscheidungen finanzieller Art treffen können. Und wenn es der Wunsch von Schmiedefeld und Gehlberg ist, zukünftig zu Suhl zu gehören, dann werden wir von der SPD dies unterstützen.

 

Und wo werden Sie dem Oberbürgermeister besonders auf die Finger schauen?

Beim Straßen- und Gehwegeprogramm. Wir als SPD haben es geschafft, dass nach der OB-Wahl endlich der Antrag durch den Stadtrat ging, dass mehr Geld investiert wird. Wir werden darauf schauen, dass das auch umgesetzt wird. In den Folgejahren muss weiterhin mehr Geld in den Haushalt eingestellt werden, um Gehwege und Straßen zu sanieren, die in einem wirklich desolaten Zustand sind. Die Hohe Feldstraße ist so ein Beispiel. Leider wird sie ab 2020/ 2021 erst grundhaft saniert, weil es bisher immer auf die lange Bank geschoben wurde, obwohl es viele Anträge von uns gab. Auch die Fertigstellung des Hauses der Geschichte ist ein für uns wichtiges Thema, bei dem die CDU vehementer Gegner war. Nicht zuletzt ist eine kompetente und bürgernahe Verwaltung ein wichtiger Punkt für uns. Ich habe schon im Wahlkampf gesagt, dass das in letzter Zeit zu kurz gekommen ist. An der Stelle wünsche ich mir aber auch, dass die Bürger ihr Recht, in den Ausschüssen ihre Anliegen vorzubringen und Fragen zu stellen, künftig mehr wahrnehmen. Denn gerade dort werden die Themen besprochen.

 

Im kommenden Jahr sind Kommunalwahlen. Die SPD war bisher kleinste Fraktion im Stadtrat. Wie stellt sich die SPD auf?

Wir werden uns wieder für den Stadtrat bewerben und ich glaube, wir werden auf unserer Liste eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Kandidaten haben. Wir haben durch die Jungen Sozialdemokraten viel Potenzial. Ich werde auch antreten. Aber jetzt schon weitere Namen zu nennen, dafür ist es noch zu früh. Unser Wunsch ist es, die Fraktionsstärke zu erhöhen. Wie würden uns natürlich freuen, wenn die Wählerinnen und Wähler das Engagement der Suhler SPD bei der Kommunalwahl nächstes Jahr durch ihre Stimme honorieren würden.

 

Welche neuen Themen wird die SPD in ihrem Programm angehen?

Die Gedanken sind noch nicht so weit, dass alles schon bis ins Detail steht. Aber der Aue-Sportpark, für den wir seit Jahren Anträge gestellt haben und auch gedrängt haben, ist auf den Weg gebracht. Die Planungen sollen noch in diesem Jahr ausgeschrieben und Fördermittel beantragt werden. Dazu werden wir uns weiter einbringen. Auch das Förderzentrum ist eine wichtige Sache, hier muss geklärt werden, wie es weitergehen soll. Dann müssen wir es auf den Weg bringen, dass die Schule nach den Bedarfen hergerichtet wird, die sie braucht. Auch unsere Feuerwehr in der Aue braucht eine anständige Unterbringung. Wir von der SPD sind aber auch stolz darauf, dass ein großes Vorhaben, an dem wir mitgewirkt haben, nun abgeschlossen ist. Die Wolfsgrube ist eingeweiht und dort können Schulen und Vereine wieder Sport treiben. Als das Thema der Decken-Erhöhung aktuell wurde, waren wir von der SPD sofort in Kontakt mit dem zuständigen Ministerium und haben dort ein offenes Ohr gefunden, so dass Fördermittel bereitgestellt wurden und die Halle gebaut werden konnte. Jetzt ist sie fertig.

 

Auch die Landtagswahlen stehen 2019 an. Wird die SPD wieder einen Kandidaten ins Rennen schicken?

Wir werden einen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken. Das steht fest. Mehr sage ich zum jetzigen Zeitpunkt dazu noch nicht.

 

Diana Lehmann für Sie im Thüringer Landtag

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